surfen Heraklit

Auf der Suche nach Lösungen, seinen es nun Bilder, Objekte oder Installationen, verweigere ich die Anwendung von wiederkehrenden Systemen. Mein Werk ist eher vielgestaltig, sich am selben Thema entwickelnd, in der Form jedoch unterschiedlich. Es sind die Kategorien von Narration, Lyrik, Realität/Surrealität und ethischer Anspruch, die mich in der Spur halten, mein Reflex auf gesellschaftliche Wirklichkeit. Nehme ich ein Teil von links – hängt es rechts, Stabilität gibt es nur im Guckkasten und verbrauche Energie kann in dieser Welt nicht mehr zurück gewonnen werden. Das Maß an entstandener Unordnung ist sicher überschaubar und nur durch neue Energiezufuhr kompensierbar, damit es aussähe wie zuvor. Aber man steigt nicht zweimal in denselben Fluss! Nach Janosch fällt nichts aus der Welt, so sollte man es seinen Kindern auch erzählen, leider ist unsere Welt anders. Sie frisst sich selbst, bis alle Qualitäten nivelliert sind, das ist Entropie, und wir reden nicht davon, dass uns ein Komet auf den Kopf fällt, oder ein Atomreaktor in die Luft fliegt. Letztlich wäre der Komet nicht zu kritisieren, auch wenn die Auswirkungen zu dem eines SuperGAUs die gleichen sind: unsere Lebensgrundlagen würden verdunsten. Wie gesagt, das ist kein Thema für die Märchenstunde, da lassen wir lieber morden, das fing schon bei Hänsel und Gretel und früher an. Heute nennt sich das Tatort. Klar – ich bin Surfer – ein Anlass führt folgerichtig zum nächsten. Guten Abend gute Nacht (es ist jetzt 01:08). Es ist die Interpretation einer Kurve, die mich von Punkt zu Punkt gleiten lässt. So komme ich zum Anfang zurück, der keiner sein kann, da er – wie nachgewiesen – nun ein anderer ist.