Arbeiterkinder mögen keinen Strukturalismus

In meinen neuen Bildern (ab 2010) wird neben einer romantischen Sichtweise auch ein surrealer Bildraum geöffnet. Malerei verschiebt sich von ein in der Zeit entwickelnden Prozess zum großen Symbol, Reflexion wird Zeichen, Farbe zur Idee. Gegenstandsbezüge steuern die mögliche Geschichte. Weltbild wird Sinnbild, Schatten ist nicht Verdunkelung, sondern Richtung. Bild als Wegweiser zum ‚glauben müssen‘ an die unausweichliche Transformation: in einer sich ständig ändernden Welt, Idee verdichten – Material werden lassen – welches uns dann erklärtermaßen als umwertet gegenübertritt.
Es geht um den abstrakten Kern einer persönlichen Gesichte, der auf das Allgemeine verweist, so dass der Betrachter einen Schritt auf das Bild zugehen muss, um das ‚warum‘ seines inneren Gesprächs auszuloten; über den strukturellen Untergrund der Malerei hinaus, zu den wesentlichen Inhalten, letztlich politischen Grund eines Tuns zu gelangen, der es überhaupt erst rechtfertigen kann, einen Pinsel in die Hand zu nehmen.