Ich habe versucht das Gleiche festzuhalten, gerade; es war getrennt von mir. Ich spüre das Bedürfnis mich zu fixieren, festzunageln, auf einen Punkt, von dem Entfernung wieder als feste Größe wahrzunehmen ist. Ich tappe in die Falle: hole den Fotoapparat heraus und schieße ein Bild. Interesselose Kreativität, gegen das Laute, sich überschlagende, unschlagbare Sein. Keine Chance, immer gewinnt das Neue, die Wandlung, sei sie noch so klein. Ich zahle den Preis, den Fortbestand zu garantieren, immer wiederkehrend, Dreh- und Angelpunkt des Menschlichen, Ausdruck der Befreiung vom Prozess der Reproduktion – das gleichzeitige Denken von Unterhalt zerstört die Form. Stellvertretend, als Interpretationsmodell, nehme ich den Betrieb zum Anlass; jetzt kann über ein Thema referiert werden, das außerhalb des Systems sein Gewicht verliert.
Grün kann in verschiedenen Variationen (Olivgrün, Chromoxidgrün, Gelbgrün, Grün gemischt mit Ocker, mit Blau, um besser den Dunst in der Tiefe darzustellen) aufgetragen werden – ergibt das einen Wald? Daten kann man klonen – male ich dann? Was rechne ich, wenn ich schreibe? Heute verstehe ich, warum sich mein Lehrer zum idealistischen Weltbild bekannte.


Mit Texten (chronologisch) von
Peter Rautmann, Alexandra Glanz, Carsten Ahrens, Rolf Thiele, Thomas Deecke, Hans-Joachim Manske, Ludwig Zerull, Rolf Bier.


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